Un château à Clausen pour Charles Quint. Vérité ou fable?

Luxembourg 2022, ISBN:978-2-9199636-3-8,

Preis:20.-€

 

 

Le Rêve de Charles Quint n'ayant pas été pris au sérieux par les historiens, il importe de présenter une meilleure argumentation :

 

 

 

Hier einige weitere Argumente, die in Le Rêve de Charles Quint... nicht berücksichtigt wurden:

 

 

- Im Januar 1545, einige Monate vor Graf Peter-Ernst von Mansfelds Ernennung auf den Posten des Gouverneurs von Luxemburg, wurde Mansfeld in einem kaiserlichen Schreiben hinsichtlich einer ungenannten Angelegenheit von Karl V. zu einem sofortigen Treffen aufgefordert, wozu er sich nach Utrecht begeben musste. Möglicherweise wurde er damals über die Schlossplanung informiert, und gefragt, ob er bereit sei, den Plan unter absoluter Verschwiegenheit, gedeihen zu lassen. Erst nach seiner Zusage wird ihm der Gouverneursposten, der ihm einige Monate später übertragen wurde, zugesichert worden sein.

 

- Karl V. verfügte über viele Schlösser, doch es gibt keines, das er selbst entworfen und angeordnet hätte, kein Renaissanceschloss, welches an Prunk seiner kaiserlichen Würde entspräche. In der von ihm bewunderten Alhambra ordnete er einen Anbau an, das Pardo-Schloss ließ er renovieren und ausbauen, keine der beiden Residenzen bezog er. Die Vredenburg in Utrecht war nur ein Bollwerk gegen einfallende Feinde, die neue Festung in Gent wurde nach einer Bürgerrevolte gegründet, um die Aufständigen in Schach zu halten … Denkt man an die prächtigen Renaissance-Bauten seiner Untergeordneten, oder anderer Herrscher seiner Zeit und der italienischen Kleinfürsten, muss man sich umso mehr wundern, als Karl seine Mußestunden oft mit dem Zeichnen von Schlossbauten und Festungen verbrachte. Der Anbau der Alhambra zeugt von seinem guten Geschmack.

 

Anbau der Alhambra, Foto: Tilly Delleré

 

-Im Hieronymiten-Kloster Yuste ordnete der abgetretene Monarch einen relativ bescheidenen Anbau an, der schnell fertigzustellen war. Doch die Tonsur nahm er nicht, und die Gelübde von Keuschheit, Armut und Gehorsam legte er nicht ab; den Kaisertitel behielt er bei (bis 1558). Wollte sich an diesem Luftkurort nur erholen und warten, bis der erste Bauteil seines Vergnügungsschlosses fertiggestellt sei? War der Monarch dabei nur auf eine nach Wunsch gestaltete Umgebung und den eigenen Ruhm bedacht? Hätte er sich im Alter von fast 60 Jahren dorthin zurückgezogen, wem wäre am Ende Schloss La Fontaine in Clausen überlassen worden? Sein Sohn Philippe sollte Spaniens Herrscher werden, dessen Schwestern Joanna und Maria ihn dabei unterstützen oder heiraten; Margarethe von Parma schließlich, Karls außereheliche Tochter, übernahm (etwas später) die Statthalterschaft der Niederlande. Nun, in der Nähe von Kloster Yuste wurde ein verborgener Schatz gehütet. Karls letztes Kind, der junge Jeronimi und spätere Don Juan von Austria, war in Unkenntnis seiner Herkunft, großgezogen worden. In Kloster Yuste wurde er dem richtigen Vater vorgestellt. Der Erzieher des Kindes, den Jeronimi für seinen Vater gehalten hatte, war ein früherer kaiserlicher Hofmeister.